Unsere Vereinsgründung

Sieben Freunde müsst ihr sein. Oder wie man einen Gesangsverein gründet.

Jeder kennt Vereine und die meisten waren sogar schon einmal Mitglied in einem. Trotzdem wissen wohl nur die wenigsten, was alles getan werden muss, bis aus einer guten Idee ein Verein mit dem bekanntem “e.V.” wird.

So ähnlich ging es uns auch, als wir entschieden, dass Stimmengewitter ein Verein werden soll. Wie es zu dieser Entscheidung kam, könnt ihr in unserer Geschichte nachlesen.

Zuerst kommt die Recherche

Also wendeten wir uns an die Wissensquelle unserer Zeit: Google. Nach vielen Stunden der Recherche waren wir um einiges schlauer. Aber uns dämmerte auch: Da liegt eine ganze Menge Arbeit vor uns.

Man muss aber zum Glück auch nicht das Rad neu erfinden. Daher hier mal eine Liste der für uns hilfreichsten Links in der Vorbereitung vor der Gründung eines Vereins:

Die Satzung und Ordnungen sollten vor der Gründungsversammlung fertig formuliert sein.

Das Bayrische Staatsministerium der Justiz erklärt hier wie eine Eintragung grundsätzlich abläuft. Besonders die Broschüre “Vereinsrecht – rund um den eingetragenen Verein (e.V.)” erklärt sehr ausführlich, was alles getan werden muss. Mit den dort angehängten Mustern zu Satzung und Gründungsprotokoll hat man schon eine gute Basis für die eigenen Dokumente.

Auch das Bayrische Landesamt für Steuern hat Informationen für Vereine hier zusammengestellt. Die Broschüre “Steuertipps für Vereine” ist zwar noch länger, aber dafür sicherlich weit über die Gründung hinaus hilfreich.

Wer sich schon mal mit der DSGVO beschäftigt hat, weiß, Datenschutz wird immer komplizierter, und natürlich sind auch Vereine davon betroffen. Zum Glück erklärt diese Seite vom Bayrischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ziemlich verständlich, worauf ein Verein diesbezüglich zu achten hat.

Ein wenig mehr Chor-spezifische Informationen gibt es beim Deutschen Chorverband e.V. und dem für uns zuständigen fränkischem Sängerbund e.V.

Außerdem ist das Magazin Chor heute immer einen Besuch wert. Zum Beispiel der wirklich lesenswerte Artikel zur Entscheidung, ob ein Chor als Verein eingetragen werden sollte oder nicht.

Dann die Diskussion

Also setzte sich eine Gruppe von sieben Freiwilligen zusammen, um die eigentliche Gründungsversammlung vorzubereiten. Da eine Veränderung der Satzung eines eingetragenen Vereins im Vereinsregister angemeldet werden muss und somit Kosten verursacht, haben wir nur die nötigsten Informationen dort festgehalten. Und haben zusätzlich eine Geschäftsordnung und eine Beitragsordnung aufgesetzt, die die weiteren Punkte, die uns wichtig erschienen, regeln.

Nach einigen intensiven Abenden, in denen zum Teil hitzig über Details der Vereinbarungen diskutiert wurden, waren alle Unterlagen fertig für die eigentliche Gründungsversammlung.

Als Abschluss die Gründungsversammlung

Diese fand im urgemütlichen Kellergewölbe von Finyas Taverne statt.

Uriger Keller in Finyas Taverne – perfekt für die Feier danach

Die für einen Verein notwendige Mindestanzahl von sieben Mitgliedern war für uns kein Problem. Schließlich haben wir ja schon fast acht Monate zusammen gesungen, bevor wir uns als Verein gegründet haben. Somit zierten unsere Satzung ganze achtzehn Unterschriften der Gründungsmitglieder.

Im Anschluss wurden dann noch die Mitglieder des Vorstands gewählt. Diese fünf Vertreter der Interessen des Vereins erklärten sich bereit, das Amt für zwei Jahre zu übernehmen.

Wir sind ja kein Food-Blog: Aber das war richtig lecker

Flammkuchen als Belohnung

Nachdem somit der offizielle Teil der Veranstaltung erledigt war, gönnten wir uns natürlich noch etwas Leckeres von der Speisekarte und begossen den Abend ordentlich.

Als Fazit lässt sich sagen: Ein Verein zu gründen, erledigt man nicht eben auf einen Sonntagnachmittag. Aber mit mindestens sechs weiteren Begeisterten und etwas Durchhaltevermögen, kann man seine Idee in die Tat umsetzen.

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